Klappspatenalarm am WEF

Donald Trump kommt also nach Davos ans WEF. Erst das zweite Mal besucht ein amtierender US-Präsident das World Economic Forum und die ganze Schweiz macht sich ins Hemd. Die Einen wollen ihm mit einer Petition die Einreise verweigern, andere wollen ihm ein Alphorn schenken. Ein Kommentar von Vorstandsmitglied Jannis Brugger.

Wieso sind alle so überrascht, dass er da sein wird? Ein Mann der im Wahlkampf wiederholt versicherte, er mache die besten Deals, der auf einem enormen ererbten Vermögen sitzt und glaubt seine vermeintlichen Erfolge in der Privatwirtschaft seien auch politisch ein Fähigkeitszeugnis, wird natürlich an dem Ort sein, an dem die GrosskapitalistInnen sich die Klinke in die Hand geben. Leider wird er auch nicht die erste sexistische, rassistische und menschenverachtende Person am WEF sein. Klar eignet sich Donald Trump als Katalysator, um viele Menschen gemeinsam auf die Strasse zu bringen und die Verachtung gegenüber den amtierenden US-Präsidenten, die in der Bevölkerung schwebt, gilt es zu nutzen. Wer aber erst explizit mit seinem Besuch ein Problem hat, hat das WEF nicht verstanden. Das WEF lebt von Leuten wie Donald Trump, es ist eine Möglichkeit für die GrosskapitalistInnen dieser Welt sich zu vernetzen und Strategien zur noch effizienteren Ausbeutung der arbeitenden Klasse zu erarbeiten. Trump ist nicht das Problem, er ist lediglich ein Symptom des Kapitalismus deren Exponenten sich am WEF auf Kosten der arbeitenden Klasse stärken. Auf die Strasse gehen ist super, aber gehen wir auf die Strasse gegen das WEF, gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für den Sozialismus und nicht nur gegen Trump. Denn das WEF stand schon bevor der Präsident sein Auftreten ankündigte, für alles was Scheisse läuft auf dieser Welt.

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